Untersuchungen im Überblick

  • Gynäkologische Untersuchung

    Jeder Untersuchung geht ein vertrauensvolles Gespräch voraus. Es dient der Information über Ihre Beschwerden, Bedürfnisse oder Wünsche. Dazu kann es hilfreich sein, wenn Sie sich zuvor ein paar Notizen gemacht haben über Krankheiten, Schwangerschaften und Geburten, Medikamenteneinnahme und letzte Regelblutung. Im Anschluss werden alle Ergebnisse ausführlich besprochen.

  • Tastuntersuchung der Brust

    Jede Frau, egal welchen Alters, sollte einmal im Monat selbst ihre Brust abtasten. Solange noch Periodenblutungen auftreten, tasten sie zu Beginn des Zyklus, also bei abklingender Menstruation oder direkt nach der Blutung. Falls Sie keine Blutungen mehr haben, können Sie den Tag der monatlichen Selbstuntersuchung frei bestimmen.

    Untersuchen Sie immer die gesamte Brust und Achselhöhlen. Stellen sie sich vor einen Spiegel und betrachten Sie die Beweglichkeit (beim Heben der Arme), die Haut, die Form der Brustwarzen.

  • Krebsvorsorgeuntersuchung

    Die gesetzlichen Krankenkassen haben für die Früherkennung bestimmte Leistungen festgelegt, die alle 12 Monate in Anspruch genommen werden können.

    Ab dem 20. Lebensjahr

    • Erhebung der Vorgeschichte
    • Spiegeleinstellung des Muttermundes
    • Zytologischer Abstrich vom Muttermund (sog. Krebsabstrich zum Ausschluss vom Gebärmutterhalskrebs)
    • Tastuntersuchung des inneren Genitales

    Ab dem 30. Lebensjahr

    • Abtasten der Brustdrüsen und der zugehörigen Lymphknoten

    Ab dem 35. Lebensjahr

    • Alle 3 Jahre zytologischer Abstrich und HPV Abstrich vom Muttermund

    Ab dem 50. Lebensjahr

    • Jährlich und ab dem 55. Lebensjahr alle zwei Jahre Stuhluntersuchungen auf occultes („verstecktes“) Blut. Es handelt sich um einen hochspezifischen Test, der den roten Blutfarbstoff immunologisch nachweist. Dabei wird ausschließlich Blut nachgewiesen, der Test reagiert nicht auf Nahrungsmittel oder Medikamente. So brauchen Sie vor dem Test keine Diät einhalten oder auf Medikamente verzichten.

    Ab dem 55. Lebensjahr

    • Wunschdarmspiegelung alle 10 Jahre

    Durch die aktuellen gesundheitspolitischen Entwicklungen kommt es zu Veränderungen, die immer häufiger auch Sie persönlich betreffen. Von den gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) werden die Basis-Krebsversorgungen sowie die Beratung und Untersuchung im Rahmen der Empfängnisverhütung weiterhin übernommen, darüber hinaus alle medizinisch notwendigen ärztlichen Leistungen. Weitere ärztliche Untersuchungen über den Umfang der Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen können die Sicherheit der Standarduntersuchung erheblich erhöhen. Diese sind im Einzelfall sinnvoll, können jedoch nicht im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften erbracht werden.

  • Teenager-Sprechstunde

    Auf dem Weg vom Mädchen zur Frau gehen große Veränderungen im Körper vor – Pubertät, Hormone, Regelblutung (Menstruation), Pickel, Pille und Frauenarztbesuch. Das weißt Du aus der Sexualkunde, aus Gesprächen mit Deinen Freundinnen, Deiner Schwester oder Mutter. Vergiss erst einmal alles, was Du an negativen Dingen darüber gehört hast. Wir reden Klartext in unserer Sprechstunde. Je mehr Du über die Veränderungen in Deinem Körper weißt, desto besser wirst Du dich fühlen.

  • Psychosomatik

    Zu den klassischen, möglicherweise psychogenen Erkrankungen der Frau gehören chronische Unterbauchschmerzen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Schmerzen beim Wasserlassen oder häufiges Wasserlassen. Bei vorzeitigen Wehen und Frühgeburt-Bestrebungen, Schwangerschaftskonflikten oder in den Wechseljahren vernetzen sich oft biologische und soziale Faktoren.

    Organische Störungen können zu erheblichen seelischen Reaktionen führen und umgekehrt. Eine Frau, die sich in einer Beziehung enttäuscht, gekränkt, unverstanden oder vernachlässigt fühlt, bringt dies möglicherweise durch psychosomatische Reaktionen zum Ausdruck. Deshalb müssen Frauenkonflikte angesprochen werden, um ihre Bedürfnisse wahrzunehmen.