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Mammographie-Screening
Mammographie-Screening

meint ein Programm zur Früherkennung von Brustkrebs mit Hilfe der Röntgenuntersuchung. "Screening" kommt aus dem Englischen und bedeutet Reihenuntersuchung. Angeboten wird dieses Programm allen Frauen von 50 bis 69 Jahren. Gehören Sie dieser Altersgruppe an, werden Sie alle zwei Jahre persönlich zu dieser Früherkennungsuntersuchung eingeladen. Die Teilnahme ist kostenlos und freiwillig.


Was ist eine HPV-Infektion?
Was ist eine HPV-Infektion?

Infektionen mit dem Humanpathogenen Papilloma-Virus gehören zu den häufigsten übertragbaren beim Geschlechtsverkehr Viruserkrankungen.

Bislang wurden mehr als 80 Untergruppen des HP-Virus bei Infektionen im Genitalbereich nachgewiesen. Bei den Folgen sind die harmlosen Warzenstrukturen - zu denen auch die Feigwarzen zählen - von den ernst zunehmenden Virus-Infektionen zu unterscheiden. Für die Feigwarzen sind die HP-Gruppen 6, 11 und 42 verantwortlich. Bei den HPV-Infektionen, die zu bösartigen Zellveränderungen führen können, den so genannten „High-Risk-Gruppen“, findet man die Virus-Untergruppen 16, 18. und andere. Diese Hautveränderungen sind häufig nicht mit bloßem Auge zu erkennen.

Feigwarzen: Nach einer Inkubationszeit von drei Wochen bis acht Monaten können Feigwarzen auftreten. In 10 bis 30 Prozent der Erkrankungen darf mit einem spontanen Verschwinden der Warzen gerechnet werden. Dabei spielt die Immunsituation des jeweiligen Betroffenen eine wichtige Rolle. Allerdings bleibt das Virus in den Zellen oft verborgen und kann ähnlich einer Herpes-Infektion immer dann reaktiviert werden, wenn sich die Immunlage verschlechtert.

High-Risk-HPV-Infektionen: Ähnlich verläuft die Infektion mit den High-Risk-Viren im Bereich des Gebärmutterhalses. Hier bilden die Viren meist keine erhebenden Warzen, wie sie allgemein bekannt sind, sondern eher flächige Strukturen, die nicht so einfach zu erkennen sind. Diese fallen meist erst unter Lupenbetrachtung oder durch Zellveränderungen auf. Manchmal gelingt der Nachweis auch, indem verdünnte Essigsäurelösung auf eine möglicherweise infizierte Fläche aufgebracht wird. Die Hautveränderungen zeigen sich als weißliche Areale.

Die nachweisbaren Gewebeveränderungen können sich einerseits spontan zurückbilden, so dass keine Zellveränderungen mehr nachweisbar sind, andererseits können sie auch zu einem späteren Zeitpunkt erneut wieder auftreten. Es gibt auch Verläufe, wo die Zellveränderungen stetig fortschreiten, bis sich Krebszellen entwickelt haben.


Was kann man bei einer HPV-Infektion tun?
Was kann man bei einer HPV-Infektion tun?

Bislang gibt es gegen das HP-Virus noch keine konkrete Antivirus-Therapie. Liegen Haut- oder Zellveränderungen vor, sollten diese chirurgisch, durch lokale Verätzung sowie durch Kältetherapie oder Laser etc. behandelt werden.

Abhängig vom Befund sind in den meisten Fällen mehrere Sitzungen notwendig. Häufig wird dadurch auch eine vollständige Heilung erzielt. Es kann jedoch auch zu einem Neuauftreten solcher Haut- oder Schleimhauterscheinungen kommen. Einerseits spielt dabei die Reaktivierung des Erregers eine Rolle, zum anderen kann es sich um eine Neuinfektion handeln.


Wie kann man sich vor einer HPV-Infektion im Genitalbereich schützen?
Wie kann man sich vor einer HPV-Infektion im Genitalbereich schützen?

Die effektivste Maßnahme, um sich ausreichend zu schützen, ist Safesex. Vor allem bei häufig wechselnden Geschlechtspartnern sollte niemals auf das Kondom verzichtet werden. Zu beachten ist außerdem, dass nur eine Anwendung des Kondoms von Beginn bis Ende des Sexualkontakts die Übertragung von HP-Viren verhindert.

Des Weiteren seit Anfang 2007 gibt es in Deutschland ein Impfstoff gegen vier der HP-Viren (Typ 6,11,16 und 18). Dabei handelt es sich um einen prophylaktischen Impfstoff, der vor einem ersten Kontakt mit HP-Viren vor einer Erstinfektion mit dem gefährlichen Virus schützt.

Eine Impfung sollte vor Beginn der Geschlechtsreife mit 12 bis 17 Jahren verabreicht werden. Die Immunisierung kann auch bei älteren Frauen durchgeführt werden, wenn ein vorher durchgeführter HPV-Test belegt, dass zurzeit keine HPV-Infektion vorliegt.